Bildband


Fes, die Mutter aller Städte

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Fes ist die größte und älteste der vier Königsstädte Marokkos und war über Jahrhunderte der kulturelle, ökonomische und religöse Mittelpunkt Nordafrikas. Unter Orientkennern gilt Fes noch vor Bagdad, Aleppo, oder Kairo als größte und authentischte Altstadt der
arabischen Welt. Das Mysterium aus unzähligen Gassen, Märkten und Moscheen ist über die Jahrhunderte nahezu gleichgeblieben. Hier fuhr nie ein Auto, stehen keine Hochhäuser, dröhnen keine Maschinen. Hier haben die Jahrhunderte den Atem angehalten. Aber Fes ist keine Museumstadt für Touristen, sondern eine höchst vitale Stadt, die sich seit 1200 Jahren treu geblieben ist. Die UNESCO erklärte die Altstadt von Fes 1981 zum Weltkulturerbe. Allerdings macht das 21. Jahrhundert nicht vor den Stadttoren halt. Handwerkszünfte sterben aus, Europäer kaufen und bewohnen Altstadthäuser, immer mehr Touristen entdecken Fes. Fes wird chic.



Fasziniert von den Geheimnissen dieser mittelalterlichen Stadt, ihrer Andersartigkeit und der Liebenswürdigkeit ihrer Bewohner, entwickelte sich das Bedürfnis, diese Urform menschlichen Zusammenlebens zu dokumentieren, bevor auch Fes das Schicksal anderer historischer Städte dieser Welt ereilt. Fes gilt als eine der heiligsten Städte des Islam und hat die Werte des Islams bewahren können. Gelebter Islam ist den meisten westlichen Lesern unbekannt. Das Buch gewährt einen intimen Einblick in den Alltag dieser oft missverstandenen Welt.

 


„Fes, die Mutter aller Städte“ ist ein individuell gestalteter Bildband. Der Kamerafokus ist auf die Bewohner in ihrer seit Jahrhunderten überlieferten soziokulturellen Umgebung wie: Familie, Architektur, Handwerk, Handel und Glaube, gerichtet. Es sind keine arrangierten Fotografien wie sie in zahlreichen Hochglanzbüchern zu finden sind, sondern authentische Augenblicke unzähliger Spaziergänge durch das Gassenlabyrinth der Medina. Die abgebildeten Menschen sind nicht anonyme Staffage, sondern werden mit Namen und ihrer Geschichte beschrieben. Jedes Fotos war ein unvergessliches Erlebnis, aus manchen Begegnungen ist eine Freundschaft geworden.



Um mich nicht im Umfang, Format, Ausrichtung, Gestaltung und Bildauswahl einzuengen, habe ich das Buch unbeeinflusst von verlegerischen Interessen realisiert. Konzept, Texte, Fotografie, Layout sind aus einer Hand. Die Gegenüberstellung von aktuellen Fotos mit historischen Aufnahmen  laden zu einem direkten Vergleich ein.  Sie verdeutlichen wie die mit den Fotos kommunizierenden Zitate aus historischen Reiseberichten und der zeitgenössischer Literatur die Unveränderlichkeit der Medina. Die Zitate sind sinnliche, philosophische, aber auch krude, von kolonialem Herrendenken gelenkte Aussagen von Literaten des 19./20. Jahrhunderts, die einen reizvollen Dialog mit den Aufnahmen bilden. 



Eingeleitet wird das Buch durch ein Autorenvorwort und ein Essay von dem deutschen Schriftsteller Uwe Topper. Der Bildteil des Buches ist in fünf Kapitel gegliedert, welche entsprechend den „fünf Säulen des Islam“ die bestimmenden Faktoren der Stadt strukturieren: Bewohner, Handel, Handwerk, Glaube, Häuser. 36 Texte beschreiben die Besonderheiten des islamischen Raums, von der Funktion des maurischen Cafés, über die Stellung der Frau in der Gesellschaft, Handwerksmethoden der Färber, Gerber etc., über Koranschulen und Hamams bis zum Einfluss des Islams auf das Alltagsgeschehen. Im Abspann folgen ein Glossar über die historische Entwicklung von Fes, die Übersetzung der im Buch verwendeten arabischen Begriffe und ein bebildertes Verzeichniss der Zitatgeber.  Auf der dritten Umschlagseite befindet eine CD mit Sufiklängen, Melhoun- und Andalusischer Musik aus Fes (Festival de Fés des Musiques Sacrées du Monde).






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Das komplette Buch ist mit einem Passwort und Login (beim Autor anfordern) einzusehen.

Interessierten Verlagen sende ich gerne ein Exposé.                                              Juni 2010



232 Seiten,

207 Abbildungen,

Format: 297mm x 235mm,

gebunden